Das Pilotprojekt erprobte ein telemedizinisches Konzept zur hausärztlichen Betreuung von Menschen in Alten- und Pflegeheimen bei unklaren nicht-akutem Behandlungsbedarf. Die Pflegefachkräfte der ins Projekt eingeschlossenen Einrichtungen wurden mit einem Telemedizinrucksack und digitalen Messgeräten ausgestattet. Darüber konnten sie die Vitaldaten des Patienten nach Ausschluss eines medizinischen Notfalls selbstständig erheben und an die angebundenen Hausärzte übermitteln. Der Hausarzt konnte eine Empfehlung oder Entscheidung zurück an die Pflegefachkräfte delegieren. Erfolgte innerhalb eines bestimmten Zeitfensters keine hausärztliche Rückmeldung, kontaktierten die Pflegefachkräfte ein Telemedizinzentrum für ein Videogespräch. Durch die enge telemedizinische Zusammenarbeit sollten Krankenhaustransporte reduziert, die Kompetenzen der Pflegefachkräfte gestärkt sowie Hausärzte, Rettungsdienste und Zentrale Notaufnahmen entlastet werden.
Laufzeit: April 2025 bis April 2026
